Kompositorische Malerei  

 

Selbstbildnis (2010)

 

Das Malen ermöglicht es in Bildern Wahrnehmungen, meist visuelle, zum Ausdruck zu bringen. Was macht Malerei und somit vielleicht auch Kunst aus? Picasso hat einmal gesagt: „Jeder möchte die Kunst verstehen. Warum versucht man nicht die Lieder eines Vogels zu verstehen? Warum liebt man die Nacht, die Blumen, alles um uns herum ohne es verstehen zu wollen?“

 

Die "Kompositorische Malerei", so wie ich sie definiere, geht davon aus, dass es eine Analogie gibt zwischen Musik und Malerei. Ein gutes Bild zeichnet sich durch eine eigenständige Komposition, die eine Nachhaltigkeit beim Betrachter erzielt aus. In der Musik ist es ganz selbstverständlich, dass wir von Kompositionen sprechen und wenn eine Komposition, ein Lied gut gelungen und erfolgreich ist, dann bleibt es einem im Ohr.

 

Für die "Kompositorische Malerei" bedeutet dies: die Töne sind die Farben, die Instrumente sind die Werkzeuge (Pinsel, Spachteln oder ähnliches) und die Bühne ist die Bildfläche (Leinwand) auf der die Komposition erstellt und aufgeführt wird. Farben sind wie Töne, Farbverläufe wie Tonabfolgen. Ein gutes Bild hat keine Dissonanzen sondern ist stimmig, regt in uns die Gefühle an und bleibt im Gedächtnis.

 

Ich unterscheide zwischen analogen und digitalen Kompositionen. Analoge Kompositionen werden "klassisch" mit Farben, Pinsel oder Spachteln, Rollen und Papier und Leinwand erstellt. Digitale Kompositionen entstehem aus Digitalbildern, die im Computer zu Kompositionen weiterverarbeitet werden.

 

Das Ziel der "Kompositorischen Malerei"  ist nicht das Abbilden der Welt, sondern ein Prozess um Empfindungen auszudrücken, geleitet von Wahrnehmungen des Malers. Die eigenen Gefühle fließen dabei in besonderer Weise mit ein.

 

Mit dieser Definition können die verschiedenen Arten des Malens, von realistisch, gegenständlich bis abstrakt durchaus mit den verschiedenen Stilrichtungen in der Musik von Volksmusik über Schlager/Pop bis Klassik und Jazz vergleichen werden.

 

In Anlehnung an E. Kishon (Picassos süße Rache, S. 143) muss sich die "Kompositorische Malerei" daran messen, dass es sie nicht ohne Liebe gibt und zwar die Liebe des Malers zu seinem Werk, zum Betrachter und zum Publikum für das er seine Werke gedacht hat. Kunst entsteht erst im Betrachter selbst, in der Seele und im Geist der Menschen, wenn ihnen die Schöpfungen zugänglich werden.  

 

Ich wünsche viel Spaß beim Betrachten meiner Kompositionen, die in der Bildergalerie zu sehen sind. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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